Group Leader: Dr. rer. nat. Martin Lauer
Bei industriellen Produktionsprozessen fallen sehr viele Sichtprüfungsaufgaben zur Überwachung und Sicherung der Qualität der erzeugten Güter an. In den meisten Fällen wird die Sichtprüfung noch visuell von Menschen durchgeführt. Diese Arbeit ist sehr monoton, anstrengend und ermüdend. Die erzielten Sichtprüfungsergebnisse sind daher sehr subjektiv, und der Fehlerschlupf ist oft unzulässig hoch. Außerdem lassen sich die Ergebnisse einer visuellen Prüfung - vor allem bei sehr kurzen Prüfzeiten - nur unzureichend quantifizieren und dokumentieren. Aus diesen Gründen besteht der Wunsch, die Sichtprüfung zu automatisieren.
Die Gruppe "Automatische Sichtprüfung" beschäftigt sich zunächst mit der optischen Erfassung technischer Objekte und Oberflächen. Hierzu sollen vorrangig am Markt verfügbare Sensoren, Optiken und Beleuchtungen verwendet und für die jeweilige Aufgabenstellung optimal konfiguriert werden. Die Hauptzielsetzung des Forschungsschwerpunktes ist jedoch die automatische Verarbeitung und Auswertung der aufgenommenen Daten (insbesondere Bilddaten). Hier werden vor allem Verfahren der digitalen Bildverarbeitung, der Mustererkennung und der statistischen Signalauswertung entwickelt und eingesetzt. Besonderes Augenmerk gilt der mathematischen Modellierung der bei bestimmten Sichtprüfungsaufgaben anfallenden Signale unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen bezüglich des Produktionsprozesses, der zu untersuchenden Objekte und der Aufnahmebedingungen.
In diesem Zusammenhang wird am Institut für Mess- und Regelungstechnik die Vorlesung "Einführung in die automatische Sichtprüfung" angeboten. Sie soll insbesondere künftigen Studienarbeitern und Diplomanden im Bereich Automatische Sichtprüfung schnell und umfassend das wesentliche Grundlagenwissen zur Bilderfassung und -verarbeitung vermitteln.



